Poetin    Maria    Schiffner

Zeitkritisches







     
      Launischer Kamerad

                                
   
      Manchmal drückt der Schuh an Zeh und Ferse,

      Und man schliddert mehr als dass man läuft,
      Einer flennt darüber und ein andrer säuft,
      Ungewöhnlich ist die Flucht in Verse.

      Auch zu Zeiten, da die Schuh nicht zwacken,
      Weil man über allen Dingen schwebt,
      Nirgends festgebunden, angeklebt,
      Klatscht man Pegasussen auf die (hintern) Backen,
   
      Dass er ansetzt zu geschwindem Trappeln,
      Wenn es gut geht auch mit Hoppla-hopp
      Über Wall und Hürde im Galopp,
      Dass man Müh hat hinterher zu zappeln

      Kurz und knapp, die flinken Reimereien,
      Ob als Pflaster, ob aus Übermut,
      Tun, ja sind zuweilen gut,
      Weil sie vom Alltäglichen befreien.

                              ---------  
                
      Donnerwetter, ist mir doch entglitten,
      Dass das Rösslein, weil es Flügel trägt,
      Völlig mühelos über Hürden fegt,
      Manchmal braucht mans gar nicht lange bitten.

      Häfig aber widerstehts dem sanften Locken,
      Glotzt dem Esel ähnlich an die Wand,
      Oder setzt den Reiter in den Sand,
      Jedenfalls versteht sichs gut aufs Bocken.

      Dann hilft Streicheln nicht und kein Verpäppeln,
      Noch am besten ists, man gibt es auf,
      Oder sohlt ihm tüchtig eines drauf
      Und riskiert den Dank aus - Pferdeäppeln.
   

                                                          
                                          ZURÜCK  ZU  "ALLERLEI UNFUG"
web by dobay
  Nutzung Kontakt