Poetin    Maria    Schiffner

Zeitkritisches


 




      
      Beileidsepistel         
    
                                
   
      Ja und ja und ich bedauer

      Lange schon die Ehesklaven,
      Denen zu den andren Strafen
      Auferlegt ist noch die Dauer.

      Einmal jA   m  u  s  s   B   er sagen
      Nichts daran ist mehr zu ändern,
      Fester unter allen Bändern
      Hält ihn dieses jetzt am Kragen.
   
      Armer Adam in der Falle!
      Zappeln wie der Fisch im Netze
      Muss er, ob ihn das entsetze,
      Ob sein Blut im Zorne walle.

      Das passiert indessen selten,
      Meistens drückt das Joch gelinde,
      Er gewöhnt sich dran geschwinde
      Und vergisst darauf zu schelten.

      Ja, er weiss es anzulachen,
      Ja, er lernt sichs zu versüssen,
      Ja, er sieht auch Blümchen spriessen
      Und noch andre nette Sachen.

      Also weiss ich mich zu trösten,
      Ob der arg geschlagnen Knaben,
      Alle wollten es so haben;
      Demnach gilt es sie zu rösten

      Bis sie mürb sind und geschmeidig,
      Angenehm und gut verträglich
      Sowas freut uns dann unsäglich
      Alles läuft nun samt- und seidig.     

       

                                                          
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